Projekt „Zukunft statt Herkunft“ gut aufgegleist

Ende 2008 wurde die Webseite www.zukunftstattherkunft.ch aufgeschaltet. Sie richtet sich an Lehrbetriebe, insbesondere an Klein- und Kleinstbetriebe, die den Grossteil der Lehrstellen anbieten. Die Webseite thematisiert zum einen die Diskriminierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei der Lehrstellenvergabe. Zum anderen stellt sie den Lehrbetrieben einen Leitfaden für eine faire Selektion zur Verfügung (siehe Infobox). Im 2009 hat Travail.Suisse das Projekt mit Erfolg bei den anvisierten Lehrbetrieben bekannt gemacht. 08.03.2010, Angela Zihler

Lehrstellensituation stabil — Berufseinstieg für Jugendliche mit Migrationshintergrund weiterhin erschwert

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist laut Lehrstellenumfrage des BBT weiterhin stabil. Es ist erfreulich, dass die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe trotz wirtschaftlicher Krise nicht nachgelassen hat. Dass sich die Lage auf dem Lehrstellenmarkt so stabil präsentiert, ist auch auf die sinkende Zahl der Schulabgänger und Schulabgängerinnen zurückzuführen. In Zukunft wird mindestens ein Viertel der Schulabgänger und Schulabgängerinnen Jugendliche mit Migrationshintergrund sein. Diese werden bei der Lehrstellenvergabe nachweislich benachteiligt. 08.09.2009, Angela Zihler

Mit der Berufsbildung ist zu rechnen

Die Akademie der Wissenschaften hat im Rahmen einer Medienkonferenz ihr Weissbuch zur „Zukunft Bildung Schweiz“ vorgestellt. Darin werden „Thesen über Anforderungen und Ziele des schweizerischen Bildungssystems für die Zeit um 2030“ aufgestellt. Travail.Suisse hat schon in einem Communiqué überaus kritisch auf diese Veröffentlichung reagiert. Die in Kurzform geäusserte Kritik soll mit diesem Artikel diffenzierter und ausführlicher dargelegt werden. 07.09.2009, Bruno Weber-Gobet

Integration von Migrantinnen und Migranten in die Berufsbildung

Jugendliche mit Migrationshintergrund haben bei der Lehrstellensuche schlechtere Karten als Schweizer Jugendliche. Lehrstellen werden in vielen Betrieben über informelle Kanäle vergeben, zu denen erstere kaum Zugang haben. In Klein- und Kleinstbetrieben erfolgt die Auswahl meist unsystematisch, unter Zeitdruck und durch Nichtspezialisten. Das Projekt www.zukunftstattherkunft.ch setzt bei diesen Lehrbetrieben an. 24.08.2009, Angela Zihler

Lehrstellensituation: Ausbildung für alle darf etwas kosten

Travail.Suisse fordert die Wirtschaft, den Bund und die Kantone dazu auf, alles daran zu setzen, dass trotz kriselndem Arbeitsmarkt allen Jugendlichen eine Perspektive geboten wird, indem sie eine Ausbildung machen können. Dafür werden in den kommenden zwei Jahren zusätzliche Investitionen vonnöten sein. Diese lohnen sich: Eine von Travail.Suisse in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass durch eine fehlende Ausbildung eines jungen Erwachsenen für die Gesellschaft jährlich Kosten in der Höhe von 10'000 Franken anfallen. 08.06.2009, Matthias Kuert Killer

Zukunft statt Herkunft

Travail.Suisse setzt sich für eine faire Lehrlingsselektion ein, die auch Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine Chance auf einen Ausbildungsplatz gibt. Die Webseite „Zukunft statt Herkunft“ zeigt, dass sich faire Auswahlverfahren für den Betrieb lohnen und bietet praktische Hilfsmittel (Checklisten) für eine erfolgreiche und faire Lehrlingsselektion an. Weiter finden sich nützliche Adressen und Facts zum Thema und es wird auf mögliche Vorbehalte der Betriebe eingegangen. 29.05.2009